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SPD-Mainhausen im Dialog: Bürgerinfo in Biomüll-Anlage

Besuch des Komposttag der Rhein-Main-Biokompost im Frankfurter Osthafen
Was wird mit unserem Bio-Müll gemacht? Dieser Frage ging die SPD-Fraktion Mainhausen am Wochenende mit Ihrem Besuch der Bioabfallanlage im Frankfurter Osten nach. Die Gruppe interessierter Mainhäuser wurde empfangen vom Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), Benjamin Scheffler. Der Biomüll aus Mainhausen wie auch aus dem restlichen Kreis Offenbach kommt in die Anlage, die schon seit 16 Jahren den einschlägigen Stadtmüll aus Frankfurt verarbeitet. 30.000 Tonnen werden jährlich verwertet und eine Verdoppelung der Kapazität auf 60.000 Tonnen ist schon fest geplant.

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Durch die verschiedenen Stationen der Anlage führte anschließend Betriebsleiter Peter Dumin. Vorsorglich wies er drauf hin, dass die geruchsintensivste Arbeit der Bakterien in gekapselten Räumen stattfindet. Die Anlieger bekommen auch von der gemäßigten Duftnote innerhalb der Anlage nichts mit. Aus dem 50 Meter hohen Schornstein kommt nur eine Art Waldgeruch. LKW-Schleusen und Unterdruck tragen ein Übriges zur Verträglichkeit bei den Nachbarn bei. In den verschiedenen Räumen und Bunkern erwartete auch eher Wärme und Dunkelheit die Besucher.

Im Eingangslager fielen vor allem die vielen Plastikfetzen auf, die leider 2,5 Prozent des Biomülls ausmachen. Alles wird aber säuberlich getrennt, geschreddert, gesiebt, später vergoren oder kompostiert (10 Tage lang). Am Ende liegen zwei Sorten Absiebungen auf Haufen, einer für die Landwirtschaft und einer für Privatleute und Baumärkte. Den Feinkompost oder Humus kann man im Laden am Eingang für den eigenen Garten kaufen (werktags bis 16.00, samstags bis 12.00 Uhr). Da quasi alle Landwirte der Region mit der Absiebung aus Frankfurt beliefert werden, schließt sich der Kreislauf, wenn wir hiesige Produkte essen. Die ganze Anlage erzeugt mehr Strom als sie verbraucht und produziert auch Nahwärme.

Eine Streitfrage unter den Mainhäusern konnte auch noch geklärt werden: einige Fraktionsmitglieder glaubten, Knochen gehörten nicht in die neue Biotonne. Fraktionschef Kai Gerfelder dagegen war sich sofort sicher, das geht. Ein Blick ins Merkblatt zeigte, er war bestens informiert. „Allerdings nur in haushaltsüblichen Mengen“, wie andere gleich wieder relativierten.

Die nächste Informationsfahrt in der SPD-Veranstaltungsreihe „Mainhausen im Dialog“ führt am 21. Mai 2015 (Abfahrt mit dem Bus um 17.00 Uhr an der TGZ-Turnhalle) zum Frankfurter Flughafen. Im Gespräch steht Fraport Mitarbeiter Frank Cornelius für Fragen zur Verfügung. Im Anschluss steht eine große Flughafen-Rundfahrt auf dem Programm. Auch hier sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Um frühzeitige Anmeldung über info@spd-mainhausen.de oder Telefon 06182 932699 wird gebeten.