Aktuelles

„Kritik der FDP zeugt von Unkenntnis und Unwissenheit“

Gerfelder: „Weißbarths Mix aus Aurelius-Hof, Wohntreff und Gemeindeareal“

Mit Unverständnis und Erstaunen für die Äußerungen der FDP-Fraktion zu der geplanten Realisierung einer Einrichtung für Betreutes Wohnen reagiert die Mainhäuser SPD-Fraktion. „Was Herr Weißbarth in den letzten Tagen und Wochen vom Stapel gelassen hat, zeugt einzig und alleine von Unkenntnis und Unwissenheit über die Zusammenhänge von Aureliushof, Wohntreff, der Gemeinde Mainhausen und dem Areal für das Betreute Wohnen. Man könnte fast den Eindruck haben dass Weißbarth hier bewusst versucht, mit einem durcheinander mixen der einzelnen Institutionen, Stimmung zu machen. Von einem Mandatsträger kann man verlangen, dass er nur mit Aussagen an die Öffentlichkeit geht, die auch einen inhaltlichen Sinn machen.“

Zwar sei es richtig, dass die Gemeinde seit einigen Monaten versuche einen Investor für Einrichtung zum Betreuten Wohnen auf einem Gemeindegrundstück zu finden. „Damit ist aber auch eigentlich alles gesagt. Die IPB, die jetzt ihr Projekt auf Privatgrund umsetzen wird, konnte mit Ihrem damaligen Angebot die Kriterien der Gemeinde und der Gemeindevertretung nicht erfüllen. Wenn die IPB jetzt einen anderen Weg gefunden hat, spricht grundsätzlich nichts dagegen. Wir sehen es durchaus positiv, dass sich hier etwas entwickelt !“, so Gerfelder, stellvertretender Vorsitzender des Bau- und Umweltausschuss.

Die von der FDP zitierte Wohntreff GmbH, Eigentümerin des Seniorenheim-Gebäudes, deren Geschäfte inzwischen von CDU-Gemeindevertreter Wolfgang Crynen und Rolf Wenzel geleitet würden, habe mit der Angelegenheit „betreutes Wohnen“ jedoch nichts zu tun. „Wohntreff hat weder was davon, dass die Gemeinde Grundstücke verkauft, noch dass der Aurelius-Hof mit einem potentiellen Projekt Betreutes Wohnen zusammenarbeitet. Wohntreff und Aurelius-Hof sind völlig verschiedene Firmen, die lediglich einen Mietvertrag miteinander geschlossen haben. Es ist hanebüchen welche Verbindungen hier hergestellt werden. Die längst bekannte prekäre Finanzsituation der Wohntreff hat ausschließlich mit den Versäumnissen der Vergangenheit zu tun.“

Dass Frau Disser zwei Geschäftsführer bei der Firma Wohntreff eingesetzt hat, hält die SPD-Fraktion für die einzig richtige Entscheidung, die im übrigen auch auf eine Absprache zwischen den Fraktionen zurückzuführen ist. Bei einer GmbH sollte nach Möglichkeit ein Vier-Augen-Prinzip gelten. Bisher wurde dies bei der Wohntreff GmbH, also bei der gemeindeeigenen Gesellschaft versäumt bzw. war von dem früheren Geschäftsführer, Dieter Gröning, nicht gewünscht. „Wozu die Allzuständigkeit von Herrn Gröning, der die Funktionen als Gesellschafter, Bürgermeister und Geschäftsführer auf sich vereinigte, geführt hat, ist allseits bekannt. Nur mit größter Mühe konnte ein Konkurs der Wohntreff abgewendet werden. Dies ist zum größten Teil auf den unermüdlichen Einsatz von Frau Disser und Rechtsanwalt Dr. Warrikoff zurückzuführen“, so der SPD-Fraktionschef.

Für geradezu unmöglich hält Gerfelder die Behauptung, es sei von Seiten der Bürgermeisterin kein Bericht über die Bemühungen einen Investor für betreutes Wohnen auf Gemeindeeigentum abgegeben worden. „Dies entspricht eindeutig nicht der Wahrheit. Die Anfrage der IPB zum gemeindeeigenen Grundstück ist in öffentlicher Sitzung der gemeindlichen Gremien verhandelt und darüber entschieden worden. Frau Disser hat die Fraktionen mehrfach zu Informationsrunden über weitere potentielle Interessenten und deren Angebote eingeladen. An keiner dieser Inforunden war ein Vertreter der FDP beteiligt. Ebenso hat Frau Disser in der Gemeindevertretung über den Sachstand auf Anfrage jederzeit berichtet. Herr Weißbarth hat hierzu in öffentlicher Sitzung selbst Fragen gestellt. In Anbetracht der Behauptungen des Herrn Weißbarth, bedarf es eigentlich einer Entschuldigung.“