Mainhausen zündet Bau-Turbo mit klaren Leitplanken
Die Gemeindevertretung Mainhausen hat in ihrer Sitzung am 16. Juni 2026 die Rahmenregelung und die Leitlinien zur Anwendung des sogenannten Bau-Turbos beschlossen. Die SPD-Fraktion begrüßt die Entscheidungen. „Der Bau-Turbo bietet die Chance, dringend benötigten Wohnraum schneller zu schaffen und Verfahren zu vereinfachen. Gerade in einer Gemeinde wie Mainhausen ist es wichtig, vorhandene Potenziale besser zu nutzen und unnötige Bürokratie abzubauen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marco Schreiner.

Mit den beschlossenen Regelungen erhält der Gemeindevorstand die Möglichkeit, über bestimmte, klar definierte Vorhaben zu entscheiden. Gleichzeitig bleiben größere oder städtebaulich bedeutsame Projekte weiterhin in der politischen Verantwortung der Gemeindevertretung.
„Für uns war entscheidend, dass schnellere Verfahren nicht zu einem Verlust an politischer Kontrolle führen. Die nun beschlossenen Regelungen schaffen genau diese Balance: mehr Handlungsspielraum bei einfachen Vorhaben und gleichzeitig klare Leitplanken für die Entwicklung unserer Gemeinde. Flexibilisierung und Vereinfachung dürfen nicht in Wildwuchs enden. Deshalb war es wichtig, klare Kriterien und politische Kontrollmechanismen festzuschreiben“, betont Eva Lesk, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied des Bau- und Umweltausschusses.
„Mainhausen braucht eine verantwortungsvolle Wohnraumentwicklung. Deshalb ist es richtig, auf Innenentwicklung zu setzen und gleichzeitig die städtebauliche Qualität sowie die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Blick zu behalten“, so Kai Gerfelder, stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung.
Für die SPD ist die nun beschlossene Regelung ein guter Kompromiss zwischen der Schaffung dringend benötigten Wohnraums, einer effizienten Verwaltung und der Wahrung der kommunalen Planungshoheit.
„Wir nutzen die Möglichkeiten, die der Gesetzgeber geschaffen hat, behalten aber die Entwicklung Mainhausens weiterhin aktiv in der Hand. Genau dafür haben wir uns eingesetzt“, so Schreiner abschließend.
