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SPD-Fraktion besucht Mainflinger Kindertagesstätten

Gute Kinderbetreuung bleibt eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben Mainhausens

Den Tag der offenen Tür der Mainflinger Kindertagesstätten hat die SPD-Fraktion Mainhausen genutzt, um sich vor Ort ein aktuelles Bild von der Betreuungssituation zu machen. Eine Delegation der Fraktion besuchte am Samstag alle drei teilnehmenden Einrichtungen und nutzte die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen mit den Leitungen, den pädagogischen Fachkräften und Eltern.

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Für die Sozialdemokraten knüpft der Besuch an eine lange Tradition an. Bereits 2017 hatte die SPD-Fraktion einen Tag der offenen Tür genutzt, um sich intensiv über die pädagogische Arbeit, die organisatorischen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse von Kindern, Eltern und Beschäftigten zu informieren. Der regelmäßige direkte Austausch mit den Einrichtungen sei für die politische Arbeit unverzichtbar.

„Beschlüsse über Kinderbetreuung werden in Sitzungsräumen gefasst. Was sie in der Praxis bedeuten, sieht man aber am besten direkt in unseren Einrichtungen. Deshalb sind uns diese Besuche wichtig. Wir haben engagierte Teams erlebt, die jeden Tag mit viel Einsatz dafür sorgen, dass sich die Kinder wohlfühlen, gefördert werden und Eltern auf eine verlässliche Betreuung bauen können“, erklärt Maximilian Lehr, Mitglied des Sozialausschusses.

In den vergangenen Jahren hat sich die Betreuungslandschaft in Mainhausen deutlich weiterentwickelt. Mit erheblichen Investitionen wurden zusätzliche Plätze geschaffen und bestehende Angebote weiterentwickelt. Dazu gehören insbesondere die Fertigstellung der neuen Kindertagesstätten Pusteblume und Kinderinsel sowie die Übernahme der Mäusekiste zur Sicherung des Betreuungsangebotes. Auch bei der Gewinnung und Bindung von pädagogischem Personal wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche Anstrengungen unternommen.

Für die SPD ist Kinderbetreuung dabei weit mehr als die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Plätzen. Frühkindliche Bildung, verlässliche Betreuungszeiten, gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssten gemeinsam betrachtet werden. Gleichzeitig soll die Vielfalt unterschiedlicher Träger und pädagogischer Konzepte in Mainhausen erhalten bleiben.

„Mainhausen hat in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um das Betreuungsangebot auszubauen. Unser Anspruch bleibt, jedem Kind ein gutes und verlässliches Angebot machen zu können. Entscheidend ist aber nicht allein die Zahl der Plätze. Gute Kinderbetreuung lebt vor allem von den Menschen, die jeden Tag mit den Kindern arbeiten. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank“, betont Benjamin Schlett-Salchow, ebenfalls Mitglied des Sozialausschusses.

Bei den Gesprächen vor Ort interessierten sich die SPD-Vertreter deshalb insbesondere für die Erfahrungen der Beschäftigten im täglichen Betrieb. Neben der pädagogischen Arbeit standen die personelle Situation, Betreuungszeiten, räumliche Voraussetzungen und die weitere Entwicklung der Einrichtungen im Mittelpunkt.

Gleichzeitig macht die SPD darauf aufmerksam, dass die Sicherung einer qualitativ guten Kinderbetreuung für die Gemeinde mit erheblichen finanziellen Herausforderungen verbunden ist. Allein im Jahr 2025 standen bei den Mainhäuser Kindertageseinrichtungen Personal- und Sachkosten von rund 7,12 Millionen Euro Einnahmen von etwa 2,23 Millionen Euro gegenüber. Rund 4,89 Millionen Euro verblieben damit bei der Gemeinde - Abschreibungen und interne Leistungsverrechnungen waren darin noch nicht enthalten.

„Für uns ist klar: Kinderbetreuung ist keine freiwillige Leistung, bei der wir Abstriche machen wollen. Sie ist eine Investition in Kinder, Familien und damit in die Zukunft unserer Gemeinde. Gleichzeitig können die Kommunen die stetig wachsenden Anforderungen nicht dauerhaft überwiegend aus eigener Kraft finanzieren. Wer Standards und Rechtsansprüche festlegt, muss den Städten und Gemeinden auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen“, ergänzt Kai Gerfelder, Kreistagsabgeordneter und gleichzeitigt Mitglied im Kreisjugendhilfeausschuss.

Die SPD-Fraktion zieht deshalb ein positives Fazit ihres Rundgangs. Der Tag der offenen Tür habe nicht nur Eltern die Möglichkeit gegeben, Einrichtungen und pädagogische Konzepte kennenzulernen, sondern auch erneut gezeigt, wie wichtig der unmittelbare Austausch zwischen Kommunalpolitik und den Menschen ist, die Kinderbetreuung in Mainhausen täglich gestalten.

„Wir nehmen aus den Gesprächen viele Eindrücke und Hinweise für unsere Arbeit in der Fraktion und in der Gemeindevertretung mit. Gute Kinderbetreuung entsteht nicht allein durch Gebäude und politische Beschlüsse, sondern vor allem durch engagierte Beschäftigte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen, Eltern, Trägern, Verwaltung und Politik“, fassen Lehr und Schlett-Salchow den Besuch zusammen.